Vitamin K2 – wichtiger Partner von Vitamin D und für den Stoffwechsel

Es ist ein wichtiger Steuermann im Stoffwechsel: Vitamin K2 hat eine sakrosante Bedeutung für den Calciumstoffwechsel in allen Körpergeweben und bildet eine symbiotische Partnerschaft mit Vitamin D. Ein Mangel erhöht das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle.

Vitamin K2 (Menachinon)

Nachdem wir über die Entdeckung der Vitamin K-Gruppe und interessantes zu Vitamin K1 ausgeführt haben, wenden wir uns in diesem Beitrag dem Vitamin K2 zu.

Vitamin K2 unterstützt die Blutgerinnung und den Erhalt von Knochen. Es aktiviert die beiden Proteine Osteocalcin und MGP (Matrix Gla Protein). Diese sind hauptsächlich für die Calciumverwertung im Blut verantwortlich. Mit Hilfe von Vitamin K2 gelangt das Kalzium dorthin, wo es hingehört und wo es gebraucht wird. Vitamin K2 hindert das Kalzium im Blut daran, sich als Plaque (Ablagerung) in den Arterienwänden festzusetzen, und hält so unsere Gefässe sauber.

So wirkt Vitamin K2

Vitamin K2 gibt es in zahlreichen Unterformen, die sich alle etwas in ihrer Herkunft und in ihrem biochemischen Verhalten unterscheiden. Nützlich und wichtig für den Menschen sind die Formen Vitamin-K2-MK4 und Vitamin-K2-MK7.

Während Vitamin K1 vor allem in der Leber die Gerinnungsfaktoren aktiviert, hat Vitamin K2 im Wesentlichen wichtige Bedeutung für den Calciumstoffwechsel in allen Körpergeweben. Die Notwendigkeit einer ausreichenden Versorgung mit Vitamin K2 ist inzwischen erkannt und in zahlreichen Studien nachgewiesen.

Vitamin K2 und Vitamin D – eine wichtige Partnerschaft

Unabdingbar ist eine optimale Versorgung mit Vitamin K2 auch unter Substitution von Vitamin D. Vereinfacht dargestellt schafft Vitamin D alleine Calcium aus dem Darm ins Blut, kann es aber nur mit Hilfe von genügend Vitamin K2 in Knochen und Zähne einbauen.

Ein Mangel an Vitamin K2 führt dazu, dass sich das Calcium im Körper ungezielt ablagert (beispielsweise in Gefässwänden und inneren Organen) und nicht in die Gewebe eingebaut werden kann, in denen es gebraucht wird (Knochen, Zähne).

2010 wurde im British Medical Journal eine Metaanalyse publiziert, in der ein eindeutig erhöhtes Herzinfarktrisiko unter Supplementierung von Calcium ohne Zugabe von Vitamin K2 belegt wurde.

Umgekehrt war bereits 2004 in der Rotterdam-Studie festgestellt worden, dass eine hohe Zufuhr von Vitamin K2 mit signifikant weniger Herz-Kreislauf-Erkrankungen einhergeht.

Bemerkenswert ist, dass Vitamin K2 bestehende Kalkablagerungen in Gefässen wieder abbauen kann.

K2 wird von Bakterien hergestellt

Im Gegensatz zu Vitamin K1 wird K2 von Bakterien produziert. So nimmt der Mensch bei natürlicher Ernährung beispielsweise mit Bio-Fleisch das K2 auf, das von den Darmbakterien von Tieren, die Grünpflanzen fressen, produziert wurde.

So geraten wir mit unserer heutigen Ernährung zwangsläufig immer mehr in einen Vitamin-K2-Mangel – eine Ursache steigender Raten an Herzinfarkten und Schlaganfällen.

Eine zweite K2-Quelle ist das japanische Gericht Natto, ein mit dem Bacilus subtilis (Heubazillus) fermentiertes Lebensmittel aus Sojabohnen, das beispielsweise Japaner mit K2 versorgt.

Quellen
  1. Orthoknowledge – Vitamin K vielseitiger als bisher gedacht
  2. Gabriele Schünke (Autor), Dirk Kuhlmann (Autor), Werner Lau (Autor): Arbeitsbuch Orthomolekulare Medizin: Bestandteile unserer Nahrung zur Prophylaxe und in der Therapie, Taschenbuch, 1997, S.40
  3. Vitamin K2 in Bone Metabolism and Osteoporosis (Altern Med Rev 2005;10(1):24-35)
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