Vitamingruppe K – was sie tut und warum sie so heisst

Entdeckt wurde es erst in den 30er-Jahren des 20. Jahrhunderts. Das war so bahnbrechend, dass die Forscher dafür den Nobelpreis erhielten. Sie gaben der Vitamingruppe auch den vom damaligen Wissensstand hergeleiteten Buchstaben K. Hier erfährst du warum und wieso diese Vitamine für uns Menschen so wichtig sind. Heute: Vitamin K 1.

Die Entdeckung von Vitamin K

1935 wurde eine fettlösliche Vitamingruppe entdeckt, deren Fehlen in der Ernährung zu Blutgerinnungsstörungen führt.

Die Forscher Carl Peter Henrik Dam und Edward Adelbert Doisy erhielten für ihre Entdeckung 1943 den Nobelpreis für Medizin. Da man diese Vitamine zunächst als ganze Gruppe entdeckte, und als erstes die wichtige Rolle bei der Blutgerinnung, medizinisch Koagulation genannt, erkannt wurde, nannte man die Substanzklasse Vitamin K («K» für Koagulation).

Heute sind diese Vitamine und ihre Bedeutung in unserem Körper gut erforscht. Festgestellt wurden vor allem zwei Varianten der Vitamin-K-Gruppe, die für den Stoffwechsel des Menschen praktische Bedeutung haben:  Das Vitamin K1 und das Vitamin K2.

Vitamin K 1 (Phyllochinon)

Vitamin K1 aktiviert sogenannte Gerinnungsfaktoren in der Leber und macht so eine funktionierende Blutgerinnung erst möglich. Ein Mangel an Vitamin K1 führt zum Versagen der Blutgerinnung und damit zu Blutungen.

Vitamin K1 muss vom Menschen aus pflanzlicher Nahrung aufgenommen werden. Da es aber in den meisten grünen chlorophyllhaltigen Pflanzen wie Salaten, Blattgemüsen, Grünkohl, Brokkoli, aber auch in Petersilie, Schnittlauch, Avocado, guten Pflanzenölen, Zwiebeln und Knoblauch und vielen weiteren enthalten ist, ist ein Mangel an Vitamin-K1 sehr selten.

Interessant ist die Tatsache, dass man nicht «zu viel» Vitamin K1 zuführen kann. Selbst extrem hohe Dosen Vitamin K1 führen beim gesunden Menschen (der keine Vitamin-K-Antagonisten einnimmt) nicht zu einer Veränderung der Blutgerinnung

Gegenspieler von Vitamin K: Cumarin

Durch Medikamente, die die Vitamin-K-Verwertung im Körper stören, kann die Blutgerinnung gehemmt werden. Dies ist streng überwacht, beispielsweise bei einem erhöhten Risiko für Thrombosen und Embolien, durchaus sinnvoll.

Man nennt diese Art der medikamentösen Gerinnungshemmer «Vitamin-K-Antagonisten» („Antagonist“ = Gegenspieler) oder Antivitamine. Die wichtigste Gruppe der Vitamin-K-Antagonisten sind die sogenannten Cumarine.

Fazit

Wenn Du gesund bist und regelmässig grünes Gemüse, Knoblauch, Zwiebeln und gute Pflanzenöle isst, deckst Du Deinen Bedarf an Vitamin K1.

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